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Energieberatung/Energieausweis

 

EnEV 2007 Energiepass und Energieausweis für Gebäude
Am 01.10.2007 ist die Energieeinsparverordnung 2007 in Kraft getreten . Zu den Neuerungen zählt u. A. die Einführung von Energieausweisen im Gebäudebestand. Ziel des Energieausweises ist es die Energieeffizienz von Gebäuden vergleichbar zu machen und damit Markttransparenz im Gebäudebereich zu erzielen.
Energieausweis für Gebäude – Grundsätze
Das 10 Jahre gültige Dokument muss vom Gebäudeeigentümer in Zukunft immer dann vorgelegt werden, wenn ein Haus oder der Teil eines Gebäudes verkauft oder neu vermietet, bzw. verpachtet oder verleast wird. Mit Hilfe eines Bandtacho- Labels wird das jeweilige Gebäude mit verschiedenen Gebäudestandards verglichen. Sofern sinnvoll erhält der Gebäudeeigentümer vom Aussteller zusätzlich kurz gefasste, fachliche Sanierungsempfehlungen.
Bei Nichtwohngebäuden geht neben der Gebäudehülle und der Heizungsanlage auch die Effizienz von Klimatisierung und Beleuchtung in den Vergleich ein. Für Nichtwohngebäuden mit mehr als 1000 m² Nutzfläche, in denen Behörden für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden, sind grundsätzlich Energieausweise auszustellen. Der Eigentümer hat hier den Energieausweis an einer für die  Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle auszuhängen.
Energieausweis für Gebäude – Fristen
Für Wohngebäude der Baufertigstellungsjahre bis 1965 müssen Energieausweise ab dem 01.07.2008 und für später errichtete Wohngebäude ab dem 01.01.2009 im Zusammenhang mit einer Neuvermietung oder einem Verkauf zugänglich gemacht werden. Für Nichtwohngebäude ist der 01.07.2009 der Stichtag.
Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?
Beim Bedarfsausweis wird auf Grundlage der energetischen Qualität von Gebäudehülle und haustechnischen Anlagen mit Hilfe standardisierter Randbedingungen nach technischen Regeln der Energiebedarf des Gebäudes ermittelt.
Beim Verbrauchsausweis erfolgt die Einordnung des Gebäudes mit Hilfe eines Energieverbrauchkennwertes, der aus dem Energieverbrauch von drei aufeinanderfolgenden Jahren für die Beheizung und die zentrale Warmwasserbereitung (bei Nichtwohngebäuden zusätzlich Beleuchtung und Klimatisierung) ermittelt wird. Hierbei werden auch das Klima und längere Leerstände rechnerisch berücksichtigt.
Die Eigentümer der meisten Gebäude haben die Wahlfreiheit zwischen einem „Bedarfs-“ und einem „Verbrauchsausweis“. Beim Neubau sind grundsätzlich- und bei älteren unsanierten Wohngebäuden mit bis zu 4 Wohneinheiten nach einer  Übergangsfrist nur Bedarfsausweise zulässig. In der Regel wird mit einem Energieausweis die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes dargestellt. Im Falle gemischter Nutzung kann auch von diesem Prinzip abgewichen werden. So kann es z. B. erforderlich werden, dass für ein Gebäude zwei Energieausweise erstellt werden müsen. Dies ist dann der Fall, wenn ein Gebäude sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken genutzt wird.
Wer darf Energieausweise ausstellen?
Energieausweise im Gebäudebestand dürfen ausschließlich von Fachleuten wie z. B. Bauvorlageberechtigten oder Architekten, Ingenieuren oder Handwerksmeistern und Technikern (Bau/Ausbau oder anlagentechnisches Gewerbe, Schornsteinfegerwesen) mit entsprechender Qualifikation, Berufserfahrung oder Nachweis einer entsprechenden Fortbildung ausgestellt werden. Handwerksmeister und Techniker erhalten nur für Wohngebäude eine Ausstellungsberechtigung. Im Neubau liegt es im Verantwortungsbereich der Bundesländer wer Energieausweise ausstellen darf (NRW: staatl. gepr. Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz, z.T. auch Bauvorlageberechtigte).
Auf einen Blick
EnEV 2007 bringt Einführung von Energieausweisen im Gebäudebestand Energieausweise müssen bei Neuvermietung/Verkauf vorgelegt werden. Energieausweise dürfen bei entsprechender fachlicher Eignung auch von eigenen Mitarbeitern ausgestellt werden.
Energieausweis für Gebäude – Ordnungswidrigkeiten\nWer den geforderten Energieausweis nicht, nur unvollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt oder wer Energieausweise ohne Berechtigung ausstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Im Energieeinspargesetz (EnEG) ist festgeschrieben, dass diese Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro belegt werden kann.
Gemäß §5 der Umsetzungsverordnung zur Energieeinsparverordnung (EnEV-UVO) sind in Nordrhein-Westfalen die bei den Kommunen angesiedelten unteren Bauaufsichtsbehörden für die Ahndung der Ordnungswidrigkeiten zuständig.
Die Höhe der fälligen Bußgelder liegt dabei im Ermessen der jeweiligen Behörde. Es gibt keinen einheitlich verbindlichen Bußgeldkatalog. (Quelle: EnergieagenturNRW)
Energieausweis auf Grundlage des Energieverbrauchs
Diese Variante ist nur noch für Gebäude mit mind. 5 Wohneinheiten oder bei Neubauten möglich. Die Einteilung des Gebäudes in eine Energieeffizienzklasse erfolgt ausschließlich auf Grundlage des tatsächlichen Energieverbrauchs. Der Ausweis ist 10 Jahre rechtsgültig.
Energieausweis auf Grundlage des Energiebedarfs 
Die Einteilung des Gebäudes in eine Energieeffizienzklasse erfolgt anhand von Bauzeichnungen und vor Ort erfassten Daten (Heizungsanlage, Gebäudehülle etc.) Dieser Ausweis hat ebenfalls eine Rechtsgültigkeit von 10 Jahren und gibt Aufschluss über die energetische Qualität des Gebäudes.
Energieberatung 
Alle relevanten Daten des Gebäudes wie die der Heizungsanlage und der Gebäudehülle, werden anhand von Bauplänen und einer vor Ort-Besichtigung erfasst und ausgewertet. Ich erarbeite Ihnen mehrere Sanierungsvorschläge und zeige Ihnen die Fördermöglichkeiten auf, wie sie z. B. durch die KfW-Bank geboten werden. Der Bedarfsausweis ist Bestandteil der Energieberatung.
Verschiedene Maßnahmen können selbstverständlich miteinander kombiniert werden. So ist es in jedem Fall sinnvoll, im Rahmen einer Energieberatung auch eine Thermografie durchzuführen. Auf Grund der Vielzahl von unterschiedlichen Gebäuden, kann ich in dieser Übersicht nur Mindestpreise angeben. Sollten Sie Interesse an einer der oben genannten Dienstleistungen haben, rufen Sie mich an oder vereinbaren einen Ortstermin. Gerne erstelle ich Ihnen ein individuelles Angebot.
Die Kosten einer Thermografie oder Energieberatung rechnen sich häufig schon durch die damit einhergehende Energieeinsparung. Nebenbei tragen Sie aktiv zum Umweltschutz bei.