Logo

kaminbrand2-184x300@2x

Bei einer unvollkommenen Verbrennung entsteht Glanzruß und setzt sich im Rauchrohr und an den Schornsteinwangen ab. Bei Glanzrußbildung besteht immer die Gefahr, dass dieser sich entzünden kann- es kommt zum Schornsteinbrand.

Glanzruß besteht fast ausschließlich aus Kohlenstoff und hat eine sehr hohe Verbrennungsenergie. Bei einem Rußbrand können meterhohe Flammen aus dem Schornstein schlagen und Temperaturen von weit über 1000°C auftreten.

Wird ein Kamin richtig betrieben und trockenes Brennholz (maximal 20% Restfeuchte) verwendet, setzt sich der bei der Verbrennung entstehende Ruß als Staub- oder Flockenruß an den Wangen des Schornsteins ab. Dieser Ruß wird beim Kehrvorgang durch den Schornsteinfeger leicht entfernt und führt nur selten zu einem Rußbrand.\n\nJe feuchter der Ruß ist, umso höher die Gefahr eines späteren Rußbrandes. Beim feuchten Ruß tritt nach Überschreiten des Sättigungspunktes die Kondensatbildung ein. Dabei schlagen sich die überschüssigen Teer- und Wasserdämpfe an den Wänden des Schornsteins nieder und bilden dort eine schmierige bis flüssige Masse, den sogenannten Schmierruß.\n\nRuß im flüssigen oder schmierigen Zustand kann sich nicht entzünden. Sobald jedoch die Temperatur des Rauchgases im laufenden Betrieb ansteigt, verdunsten die Teer- und Wasseranteile vom Schmierruß und er trocknet aus. Dieser Vorgang führt dann zu Hart – oder Glanzruß.

In diesem Stadium besteht akute Entzündungsgefahr. Gelangt eine Flamme, z.B. durch Verbrennen von extrem trockenem Material bis an diese Rußschicht, so kann sich dieser leicht entzünden. Der Brand breitet sich dann meistens über das Rauchrohr bis in den Schornstein aus.

Vorbeugung

    • Verwendung von trockenem Brennholz
    • ausreichende Zuführung von Sauerstoff beim Verbrennungsvorgang
    • regelmäßige Wartung und Reinigung des Schornsteins
    • regelmäßge Wartung und Reinigung der Feuerstätte
    • richtiger Querschnitt des Schornsteins
    • nicht zuviel Brennholz auflegen um einen Schwelbrand zu verhindern
    • ordnungsgemäße Bedienung der Feuerstätte (Bedienungsanleitung)

Was tun , wenn es zum Schornsteinbrand kommt?

    • In jedem Fall die Feuerwehr benachrichtigen – Notruf 112!
    • Türen und Verbrennungsluftzuführung der Feuerstätte dicht verschließen
    • alle brennbaren Gegenstände in der Nähe der Feuerstätte wegrücken
    • Zugänge zu den Schornsteinreinigungsverschlüssen freihalten/freimachen
    • Schornsteinfeger verständigen (wird in der Regel von der Leistelle erledigt)
    • Feuerlöscher bereithalten

Versuchen Sie niemals, den Schornsteinbrand mit Wasser zu löschen!

Das Wasser verdampft schlagartig und vergrößert sein Volumen. Aus einem Liter Wasser werden so 1.700 Liter Wasserdampf. Der dadurch entstehende Druck kann zu Rissen oder Auseinaderplatzen des Schornsteins führen.
In der Regel wird ihr zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister oder sein Mitarbeiter Sie bei den turnusmäßigen Begehungen frühzeitig darauf hinweisen, wenn sich Glanzruß in Ihrem Schornstein bildet. Neben der Gefahr eines Schornsteinbrandes wird bei einer unvollkommenen Verbrennung auch viel Energie verschenkt.